Die Messe aller Zeiten

Die Messe aller Zeiten schärft unseren Blick für das Transzendente und hat der Kirche über mehr als ein Jahrtausend viele Heilige geschenkt. In besonderer Weise ist sie geeignet, uns zu Christus hinzuführen.

Worum geht es in der heiligen Messe?

Es geht nicht darum, den Priester anzuschauen oder ihm zuzuschauen. Vielmehr schaut man mit dem Priester gemeinsam auf Gott.

Wer zum Volk spricht, zeigt dem Volk nicht den Rücken. – Und wer zu Gott spricht?

Beten heißt, daß wir die Seele zu Gott erheben, zu Gott sprechen und uns auf Gott hin ausrichten.

Bereits in ältester Zeit wurden Kirchen und Altäre nach Osten hin gebaut, weil die aufgehende Sonne Symbol für Jesus Christus ist, der von sich sagt: „Ich bin das Licht der Welt.“ (Joh 8,12)

Folglich entspricht die Zelebration versus Deum [= zu Gott hin] einer inneren Logik. Der opfernde Priester hat gute Gründe, Gott nicht den Rücken zu zeigen!

P. Martin Ramm, Ordo Ordo Missæ mit Choral und Liedanhang

Tridentinische Messe oder Messe des hl. Pius V.?

Es kann ein wenig irreführend sein, wenn man die überlieferte römische Messe als „tridentinische Messe“ oder „Messe des hl. Pius V.“ bezeichnet. Dadurch könnte der Eindruck erweckt werden, Pius V. habe nach dem Konzil von Trient einen neuen Meßritus erstellen lassen, wie es Paul VI. nach dem II. Vatikanum tat. In Wahrheit hat Pius V. die Riten nur vereinheitlicht. An der Substanz des Meßritus hat er nichts geändert und auch keine neuen Gebete oder Riten erfunden.

P. Mattthias Gaudron, Die Messe aller Zeiten. Ritus und Theologie des Meßopfers.

Die Texte der Hl. Messe

Es ist sinnvoll, sich auch als Meßbesucher die Texte der Hl. Messe vorher anzuschauen. Dazu gibt es neben den gedruckten Hilfen (Schott, Bomm, Volksmissale) auch im Netz die Gelegenheit, z. B. auf
der Seite des Mariawalder Meßbuchs.